1 Jahr “Suppenküche” in Köln-Mülheim

Initiative des Et Kapellche e.V. startete am 30. Oktober 2020

Ende Oktober feiert der Kultur- und Nachbarschaftsverein Et Kapellche e.V. ein Jubiläum besonderer Art: Dann jährt sich die „Suppenküche“, die das Team um Peter Joos jeden Freitag zwischen 11 Uhr und 14 Uhr insbesondere für obdachlose Menschen veranstaltet. „Uns konnte auch Corona nicht stoppen“, sagt der Mülheimer. „Im Gegenteil, erst dadurch wurden wir stark. Es hat unsere Gemeinschaft zusammengeschweißt, und zugleich konnten wir bedürftigen Menschen helfen. Das ist ein schönes Gefühl. Denn wir geben ja nicht nur, wir bekommen auch ganz viel zurück.“
Rund 1.680 Essen hat das zehnköpfige Suppenküchenteam seit Start der Initiative am 30. Oktober 2020 an obdachlose Menschen, aber auch an Nachbarn und andere Mülheimer Bürgerinnen und Bürger ausgegeben – vom Erbseneintopf über die Kartoffelsuppe bis hin zu Bratwurst und Leberkäs. Hinzu kommen 200 Tassen Tee und 1.600 Tassen Kaffee sowie 320 Liter Cola und 450 Liter Wasser. „Wir haben auch ein Grillfest auf dem Platz vor dem Kapellche veranstaltet, um unsere obdachlosen Gäste zu integrieren“, sagt Peter Joos.
Er verweist darauf, dass im vergangenen Winter erstmals Kleidung verteilt wurde, „da die Kleiderkammern wegen Corona geschlossen hatten“. Auch Masken und andere Hygiene-Artikel konnten Bedürftige in Empfang nehmen. Ebenso Schals und Socken, die Nachbarn gestrickt hatten. Selbst an Weihnachten waren Peter Joos und seine Mitstreiter im Einsatz: „Die Nachbarschaft hatte massenweise Plätzchen gebacken und liebevoll in Geschenktütchen verpackt. So konnten wir unseren Gästen eine kleine Freude bereiten.“
Dirk Weingarten, Vorsitzender des Verein Et Kapellche e.V., ist begeistert, dass es das Angebot der Suppenküche gibt. „Ich danke dem Team für das ehrenamtliche Engagement. Und hoffe, dass es weiterhin so aktiv bleibt. Denn unser Programm heißt Vielfalt: Die Suppenküche gehört ebenso zu unseren Basics wie die Klassik-Konzerte und die Lesungen, wie der Kinoabend und der Nachbarschaftstreff. Das alles ist nur möglich, weil unsere Mitglieder das anpacken.“